Selbsthypnose: Entspannung aus eigener Kraft
Was ist Selbsthypnose?
Selbsthypnose ist die Fähigkeit, sich selbst in einen tiefen Entspannungszustand zu versetzen, in dem das Unterbewusstsein empfänglicher für positive Suggestionen wird. Anders als bei der Bühnenhypnose geht es nicht um Kontrolle oder Spektakel, sondern um eine therapeutische Entspannungstechnik, die Sie selbst steuern.
Wie Selbsthypnose funktioniert
Hypnose ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch täglich erlebt: beim Einschlafen, beim Vertiefen in ein Buch, beim Tagträumen. Die therapeutische Selbsthypnose nutzt diesen Zustand gezielt.
In der Trance:
- Das Bewusstsein tritt zurück, das Unterbewusstsein wird aktiver
- Der Körper entspannt sich tief
- Positive Suggestionen werden besser aufgenommen
- Das Nervensystem beruhigt sich
Was Selbsthypnose bewirken kann
- Stressabbau und innere Ruhe
- Schmerzlinderung bei chronischen Schmerzen
- Verbesserter Schlaf
- Angstreduktion und Panikprävention
- Stärkung des Selbstbewusstseins
- Unterstützung bei Gewohnheitsänderung (Rauchstopp, gesunde Ernährung)
- Besseres Coping bei belastenden Situationen
Eine einfache Übung
Vorbereitung
Finden Sie einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind. Sitzen oder liegen Sie bequem. Schalten Sie das Telefon aus.
1. Fixieren
Richten Sie den Blick auf einen Punkt leicht oberhalb der Augenhöhe. Nehmen Sie drei tiefe Atemzüge.
2. Entspannen
Sagen Sie sich innerlich: „Meine Augen werden schwer." Lassen Sie zu, dass die Augen zufallen, wenn sie schwer werden.
3. Vertiefen
Zählen Sie langsam von 10 bis 1. Mit jeder Zahl lassen Sie tiefer los. „Zehn — ich entspanne mich. Neun — tiefer. Acht — immer weiter…"
4. Positive Suggestion
Wenn Sie tief entspannt sind, geben Sie sich eine positive Botschaft. Zum Beispiel: „Ich bin ruhig und sicher", „Ich vertraue mir", „Jeder Atemzug bringt mir Ruhe."
5. Zurückkommen
Zählen Sie langsam von 1 bis 5. Bei 5 öffnen Sie die Augen, fühlen sich frisch und wach.
Wichtig
- Regelmäßigkeit ist entscheidend — wie bei jeder Fähigkeit
- Geduld mit sich selbst haben — es braucht Übung
- Nicht erzwingen — Entspannung lässt sich nicht anstrengen
- Nicht bei Psychosen oder schweren Traumatisierungen ohne therapeutische Begleitung anwenden
Abgrenzung zur Fremdhypnose
Bei der Selbsthypnose bleiben Sie jederzeit Herr der Situation. Sie steuern den Prozess selbst, können jederzeit abbrechen. Niemand kann Sie dazu bringen, Dinge zu tun, die Sie nicht wollen.
Erlernen mit Begleitung
Viele Menschen profitieren davon, Selbsthypnose mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten zu erlernen. So kann die Technik individuell angepasst, Suggestionen auf die persönlichen Ziele zugeschnitten und Blockaden erkannt werden.
Wenn Sie Selbsthypnose erlernen oder andere Entspannungsmethoden entdecken möchten, erreichen Sie mich unter 0561 7084911 oder info@med-agent.de.
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